Zum Tod von Leonore Kirschstein

14.03.2017

Wir trauern um Kammersängerin Leonore Kirschstein, die am 26. Februar im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Die in Stetin 1933 geborene Sopranistin sang von 1965 bis 1979 immer wieder in vielen verschiedenen Produktionen und Rollen an der Bayerischen Staatsoper, darunter die Hauptpartien in der Uraufführung Sim Tjong (Li) und den Neuinszenierungen Cardillac (Tochter) und Orpheus und Eurydike (Eurydike). Ihr Repertoire umfasste außerdem die großen Mozartpartien: Pamina (Die Zauberflöte), Gräfin di Almaviva (Le nozze di Figaro), Donna Elvira (Don Giovanni) und Fiordiligi (Cosi fan tutte), sowie zahlreiche Wagner-Rollen wie Freia (Rheingold), Sieglinde (Walküre), Gutrune (Götterdämmerung) und Elisabeth (Tannhäuser). Auch in vielen Strauss-Opern war Kirschstein zu sehen, darunter in Arabella (Arabella), Die Frau ohne Schatten (Kaiserin) und Der Rosenkavalier (Feldmarschallin).
Am 18. März 1974 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Nach ihrer Gesangskarriere widmete sie sich der Stimmbildung und unterrichtete viele Sänger und Sängerinnen, darunter z.B. Ensemble-Mitglied Ulrich Reß: „Leonore Kirchstein war eine ganz große Persönlichkeit, die sich mit größter Hingabe für ihre Schüler eingesetzt hat. Sie war eine besondere Lehrerin, der man alles anvertrauen und bei der man auch mal sein Herz ausschütten konnte. Was ja letztlich für den Gesang und die Kunst auch wichtig ist und was es heute leider nicht mehr so oft gibt.“

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