Wir im Nationaltheater!

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Ich hatte mich schon sehr lange auf dieses Konzert im Nationaltheater gefreut, denn wann bekommt man schon mal die Chance in einem der schönsten Opernhäuser Europas zu spielen, wenn man nicht dort im Orchester ist? Richtig. Nie.

Es war sehr lustig, sich in den Umkleidekabinen der Profis umzuziehen, da diese alle dort einen eigenen Spind haben und den jeweils entsprechend lustig beklebt hatten. Was für uns natürlich ein gefundenes Fressen war, den lustigsten Schrank zu finden. Als dann eingeläutet wurde, war ich schon ein bisschen nervös. Wie wird es werden? Klappen auch die Stellen, die ich extra geübt habe? Doch zuerst standen wir noch vor einem anderen Problem: Wo ist der Weg zur Bühne…? Nach einer lustigen Reise über sämtliche Hinterbühnenvorrichtungen der Oper kamen wir auf großen Umwegen oben an. Zum Glück noch pünktlich, das wär sonst ziemlich peinlich gewesen. :)

Aber wenn man dann auf der Bühne steht und diesen schönen Saal einmal von der Bühne aus sieht, die ganzen Leute, den riesengroßen Kronleuchter, dann weiß man, es hat sich gelohnt. Das ganze Üben, die Investition, der ganze Schweiß wurden in dem Moment belohnt. Ich saß wirklich auf der Bühne des Nationaltheaters in München und war im Begriff dort gleich ein ganzes Konzert zu spielen. Und als dann unser Dirigent auf die Bühne kam und es losging, war es unbeschreiblich, ein Teil des Ganzen zu sein. Es war einfach nur noch herrlich.

Kleine Unsicherheiten hat unser Dirigent großartig eingefangen und ich hatte kein einziges Mal das Gefühl “Hilfe, es klappt nicht”. Als ich dann in Dvoraks 9. Sinfonie das große Englischhornsolo spielen durfte, war ich doch sehr aufgeregt. Doch schon mit dem ersten Ton war die gesamte Anspannung verflogen und ich hab einfach nur Musik gemacht. Ich war danach fast ein bisschen traurig, dass es schon vorbei war.

Das Konzert war eine ganz besondere Erfahrung für mich und es hat unglaublich Spaß gemacht. Der Applaus des Publikums hat der Solistin Ulrike Schmitz, unserem Dirigenten Allan Bergius und uns, den Attaccisten, gezeigt, dass es sich wirklich gelohnt hat, so oft und ausgiebig zu proben. Es war ein sehr schönes Konzert, für uns und hoffentlich für alle.

Kommentare

  • Am 18.05.2010 um 13:13 Uhr schrieb Sophie

    Schön beschrieben, auch wenn im Absatz zwei sehr oft das Wort "lustig" verwendet wird. Aber vielleicht war es ja wirklich so lustig ;).
    Kann man die Bilder irgendwie auf dem eigenen Computer abspeichern? Geht bei mir leider nicht (oder ich mach irgendwas falsch?).
    Insgesamt fand ich auch, dass das Konzert eine tolle Erfahrung war, würde ich gerne wiederholen.

  • Am 18.05.2010 um 16:50 Uhr schrieb Johannes Lachermeier

    Liebe Sophie, tatsächlich kann man die Bilder hier nicht runterladen. Aber für ATTACCA-Mitglieder dürften Sie sicher vorliegen. Einfach mal bei eurem Organisator nachfragen...

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