„Vivremo insiem e morremo insiem!“ – „Gemeinsam leben und gemeinsam sterben!“

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Viele treue Enzyklopädie-Fans waren gekommen und auch zahllose neue Gesichter, und so freuten wir uns trotz Pfingstferienabends über eine ausverkaufte, fast vier Stunden währende Unmöglichen Enzyklopädie extra zum Thema Freundschaft.

Frei durch das Haus streifend und der eigenen Neugier folgend, konnte jeder Zuschauer sein individuelles Abendprogramm zusammenstellen und aus vier wiederkehrenden Vorträgen und fünf Opernszenen auswählen. Und damit allein, zu zweit oder zu vielen dem Geheimnis von Freundschaft auf die Spur kommen und sich fragen, welche Rolle Freundschaft für ihn spielt und wen er zu seinen Freunden zählen mag: Ist es nun die beste Freundin, die einen verständnisvoll am Vortag der Hochzeit vor Dummheiten bewahrt, sind es die paradiesisch erinnerten Zustände adoleszenter Sommertage der Fotografien von Ryan McGynley? Oder geht es denn am Ende doch um den wortlos verstandenen Gefährten, der dir in alten Tagen die Hausschuhe überstreift und dich zurück in den Rollstuhl hievt, trotz alltäglicher Rangeleien?

Ein riesengroßes Dankeschön an unsere Ausstattung und Technik, die trotz der Endproben zu Medea auf der großen Bühne das Haus wieder einmal verzaubert und gleich neun „Bühnen“ auf sechs Etagen betreut haben!

Spät abends verwandelte sich die Eingangshalle noch in ein fast sommerliches Café, dessen Besucher sich an die Spielregeln von Brettspielen erinnerten. Am Ende ist Freundschaft vielleicht doch keine soziale Kategorie sondern ein geteiltes, in den lauen Frühlingsabend mit hinaus getragenes Gefühl, dessen Atmosphäre aus einigen dieser Bildern sprechen mag.

Kommentare

  • Am 28.05.2010 um 15:40 Uhr schrieb Ingrid

    Eigentlich dürfte man für diese Veranstaltungsreihe schon jetzt keine Werbung mehr machen, denn sonst werden die Karten ähnlich schnell ausverkauft sein wie bei der Carmen ;-)

    War wieder sehr begeistert, obwohl die unmögl. Ballett-Enzyklopädie bei mir die Nase etwas weiter vorne hatte, da ich einfach mehr Besucher und Mitwirkende kannte. Aber auch am Dienstag wäre ich gerne noch Stunden länger geblieben, um ja keinen Vortag oder eine der sehr originell "inszenierten" Operneinlagen zu verpassen (hübsch gruselig z.B. die Leichenteile in der Käfervitrine, umwerfend komisch agierende SängerInnen und sehr berührend, den Konflikt zwischen Onegin und Lenski so hautnah zu erleben ..... sogar deutsch gesungen)

    Herzlichen Dank für all Ihre Mühe! Es hat sich wieder sehr gelohnt und Jonas Kaufmanns Konzert ist mir zum Glück auch nicht verloren gegangen, denn ansonsten wäre die Waage vielleicht doch zu seinen Gunsten ausgeschlagen, obwohl ich ihn ja sowieso bald wieder in unserm schönen Opernhaus live erleben darf. Es ist wirklich ein Luxus und eine große Freude, hier im BSO-Umland leben zu dürfen:-)) Auch danke für die schönen Fotos zur Erinnerung und bis bald

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