Pfiadi, Albarella!

Wiedersehen!Karten

Abschied zu nehmen ist ja nie besonders schön. Heute aber sind wir sehr wehmütig: Mit einer kleinen Überraschungsparty verabschieden wir am Abend unsere Kollegin Ingeborg „Albarella“ Alberer, die über 39 Jahre lang im Kartenvorverkauf der Bayerischen Staatsoper gearbeitet hat.

Unsere Albarella geht nämlich in den Ruhestand. Dass der nach so vielen Jahren „Billettenverkaufen“ (wie sie es selbst nennt) wohlverdient ist, versteht sich von selbst. Und dass wir soviel Erfahrung nur ungern gehen lassen, ebenso. Wohl kaum jemand im Team kennt so viele der treuen Staatsopernkunden namentlich – samt Sonderwünschen. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, der erst endete wenn auch die letzte Karte einer Vorstellung verkauft war, trug sie zum Erfolg des Hauses jahrzehntelang bei.

Mit Albarella geht neben der wunderbaren Kollegin aber auch die Stilikone des Hauses: Egal ob zum Festspielerstverkauf (acht Stunden am Schalter ohne einmal vom Arbeitsplatz aufzustehen), beim Boule-Spiel im Hofgarten (casual-elegant), zum Picknick vor der Staatskanzlei (politisch korrekt) oder zur Festspielpremiere (Dresscode black tie), in Sachen Outfit ist sie unübertroffen.

Erst jüngst begeisterte sie die studentischen Aushilfen im Callcenter mit einem neuen Büro-Outfit: ein hellpinkfarbener Trainingsanzug von Adidas mit den berühmten drei Streifen. Es kam auch vor, dass man im Minirock auf „Tante Inge“ traf und ein Kompliment aus kompetentem Munde bekam, gerne auch mit dem Nachsatz: „Aber für mich wäre der viel zu lang!“ Wollte man eine ehrliche Meinung zur neuen Frisur oder einen Tipp für die nächste Shoppingtour, so war man bei ihr richtig. Jahrelang durften wir auf Ihren fachmännischen Rat in Sachen Styling vertrauen.

Wir sagen also „Danke und pfiadi, Albarella!“ und freuen uns schon jetzt auf viele, viele Wiedersehen mit ihr!

Kommentare

  • Am 19.05.2011 um 17:21 Uhr schrieb Kado

    Das Ende einer Ära !!! Ohne sie werden wir alt aussehen - ohne Modeberatung, Ticketkompetenz und Nachrichtenbörse.

  • Am 19.05.2011 um 17:28 Uhr schrieb dol

    Und wer liefert jetzt - noch vor dem Pressespiegel - die einschlägigen news aus der Süddeutschen? Alberella, we will miss you!

  • Am 19.05.2011 um 17:31 Uhr schrieb Callgirl

    Nicht auszudenken ohne MODEIKONE!!!!

  • Am 19.05.2011 um 17:34 Uhr schrieb F.T.

    Der Vorteil ist aber, dass man jetzt vielleicht auch mal ohne Sakko in die erste Reihe darf...

  • Am 19.05.2011 um 17:38 Uhr schrieb Der Drummer

    Der Trainingsanzug war der Wahnsinn! Wir werden ihn vermissen ;-)

  • Am 19.05.2011 um 18:02 Uhr schrieb Onkel Hu

    ...hab so viel von Ihr lernen können, werde sie und ihre Erfahrung vermissen...

  • Am 19.05.2011 um 21:39 Uhr schrieb Fr.. A.

    2 Jahre Ruhestand, 2 Jahre Schweigen, 35 Jahre Schreibtisch an Schreibtisch - fabelhafte Zeiten. Doch das Leben danach hat es auch in sich. Freu' Dich. T. G.

  • Am 20.05.2011 um 00:02 Uhr schrieb Monika Feldmann

    Ich wünsch Ihnen das Allerbeste für die Zeit die jetzt kommt, mit allem was sie mit sich bringen wird (Zeit für Neues, Trubel oder Erholung... was auch immer Sie sich erträumen...). Alles Liebe! Monika Feldmann

  • Am 20.05.2011 um 09:52 Uhr schrieb simonemu

    tante inge: lass es krachen!
    und komm uns mal besuchen - ob zum tratschen, feiern, trinken, tanzen...
    bussi!

  • Am 23.05.2011 um 00:13 Uhr schrieb U. Besirske

    Liebe Frau Alberer,
    "Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding..."
    Ob Sie für die Première schon die Karten verkauft haben,
    weiß ich nicht. Für die Olympischen Festspiele 1972
    mit "Sim Tjong" aber schon, wenn ich mich recht erinnere.

    Mit Ihrem Abschied geht wirklich eine Ära zu Ende.
    Die Bayerische Staatsoper verliert ein
    unverwechselbares Gesicht, eine
    unverwechselbare Stimme, eine
    echte Bezugsperson, ein "Aushängeschild".
    Vielen, vielen Dank für unendlich viele,
    immer freundliche, kompetente Begegnungen.
    Eine gute und erlebnisreiche Zeit!
    Herzliche Grüße!
    U. Besirske

    Schade, dass das Bild vom Raimondi-Ständchen
    im Gärtchen des unvergesslichen Behelfsbaues (noch) fehlt.

Neuer Kommentar