Mehr als nur Papageno

Zauberflöte

Sommer der Gaukler gibt Einblicke in das Leben und Schaffen eines der bekanntesten Librettisten seiner Zeit – Emanuel Schikaneder. Ein (Lebens-)künstler, umtriebig und kreativ. Sein abenteuerlicher Lebensstil mag ihn zu seinem berühmtesten Libretto zu Mozarts „Zauberflöte“ inspiriert haben. In deren Uraufführung spielte er selbst den Papageno, ganz der Tradition des Hanswursts im Alt-Wiener Volkstheater verpflichtet.

Schikaneder war ein bewundernswerter Mensch: Er ließ sich durch Tiefschläge nicht entmutigen; sein Leben und Arbeiten galt bis zuletzt dem Theater, dem leidenschaftlichen und lustvollen Bühnenspiel. Faszinierend, mit welcher Lust, ja, auch mit welcher Maßlosigkeit er immer wieder an seine Inszenierungen heranging. Einen solchen Charakter finde ich vorbildlich und bewundernswert, vor allem aber sehr inspirierend.

Oscar Wilde sagte, dass das Leben oft nur die Kunst imitiere. Genau das will ich mit meinem Film vermitteln. Schikaneder ist im Film lustvoll und sehr menschlich. Ich zeige aber auch den Künstler Schikaneder, der erfüllt ist von seiner Idee des „Weltentheaters“, ein Künstler der immer wieder zweifelt, aber auch unentwegt für seine Idee kämpft. Dazu kommen natürlich auch üppige Kostüme und Requisiten und ein fabelhaftes Schauspielteam, das Freude am Spiel hat.

Ich wünsche mir, dass sich der Zuschauer hineinfallen lassen kann, in eine Geschichte, in der nicht alles der „historischen Genauigkeit“ entspricht, es aber trotzdem genau so gewesen sein könnte – und vor allem sollte.

Weitere Informationen
Die offizielle Website des Films

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