Ja – Nein – Vielleicht?

06.10.2016

Das neue Spielzeitthema „Was folgt” steigt uns aufs Dach

 

Die gerade frisch angelaufene Saison ist mit dem etwas unvollständigen Ausdruck „Was folgt“ als Spielzeitthema leitmotivisch überschrieben. Eine Frage, die aus den sieben Neuproduktionen dieser Saison entstanden ist: von Gaetano Donizettis La Favorite zu Rossinis Semiramide, Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Umberto Giordanos Andrea Chénier, Richard Wagners Tannhäuser, Franz Schrekers Die Gezeichneten bis hin zu Carl Maria von Webers Obern.

Was folgt drängt automatisch auch Fragen auf:
Inwieweit können wir Konsequenzen voraussehen oder bestimmen?
Gibt es eine Zukunft ohne Vorgeschichte?
Was führt uns zu dem punktuellen Moment, Entscheidungen zu treffen?
Was wäre wenn …?

Das Thema „Was folgt” soll Fragen um die kausalen, sozialen, moralischen Konsequenzen diskutieren, die eine Tat, eine Geschichte oder ganz einfach auch ein natürlich stattfindendes Ereignis hat. In der Jahresvorschau pointieren 10 Intellektuelle ihre unterschiedlichen Sichtweisen. Die Werke international bildender Künstler erzählen diese Gedanken bildnerisch weiter. Ja und nein steht demnach als Metapher für eine Binarität aller Handlungskonsequenzen von „Was folgt” – „Coming soon” verkörpert eine Art Weiterführung: Jedes Tun hat stets Auswirkungen auf das Ganze, und dieses wirkt dann wiederum auf das eigene Handeln zurück – hieraus ergeben sich viele spannende Konstellationen, insbesondere für die Bühne.

Die Fahnen auf dem Nationaltheater fassen spielerisch die Essenz von „Was folgt” zusammen: Von der Windrichtung und dem eigenen Standpunkt hängt ab, ob man „ja” oder „nein” auf den Fahnen sieht – wie auch sonst verschiedene Ursachen und Umstände einer Situation teilweise sogar diametral entgegengesetzte Wirkungen und Folgen haben.

 

 

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