Gestatten: Rosine Leckermaul

Hänsel Und GretelMaske

So kennen wir ihn: Der Tenor Rainer Trost in der Maske der Bayerischen Staatsoper, ganz am Beginn seiner Verwandlung. Hinter ihm steht Elias Loeb, der ihn gleich zur Knusperhexe machen wird.

Die Haare sind schon einmal verschwunden. Hinter Rainer Trost wird übrigens gerade Tara Erraught als Hänsel ausstaffiert. Sie braucht nur einen Bruchteil der Zeit.

Auf einem Abguss von Rainer Trosts Gesicht lagern noch die passgenau hergestellten Gesichtsteile aus Silikon, die ihm gleich aufgeklebt werden.

Frisch frisiert: die dazu gehörige Perücke.

Und schon wird die Stirn angebracht. Im Hintergrund ist in der Zwischenzeit schon Alejandro Marco-Buhrmester an der Reihe, der den Vater singen wird.

Nebenan in Rainer Trosts Garderobe hängt schon der Fatsuit, der aus dem schlanken Tenor die dicke Hexe machen wird.

Die Zeit drängt: Zeitweilig arbeiten drei Kollegen gleichzeitig an Rainer Trosts Maske, kleben, fixieren und pinseln.

Am Ende noch: Pigmentflecken und Augenringe – und die Hexe ist so gut wie fertig.

Nun noch die Perücke. Hätten Sie ihn wieder erkannt?

Auch die faltigen Arme wurden passgenau für Rainer Trost hergestellt. Noch einmal kurz die Bewegungsfreiheit testen…

…und fertig für die Bühne! Würden Sie dieser charmanten älteren Dame ihre Kinder anvertrauen?

Und so sieht die Knusperhexe in Aktion aus: In ihrer Küche wird gerührt, gematscht und gesprungen, dass es nur so seine Art hat!

Nach der Vorstellung: Rainer Trost nimmt seine Maske ab. Was Sie hier nicht sehen können: wie tropfnass geschwitzt der Sänger unter Maske und Kostüm ist. Also erst mal ab in die Dusche!

Kommentare

  • Am 23.03.2013 um 18:57 Uhr schrieb senta

    Ich freue mich riesig auf die (für mich) neue Inszenierung...und wenn ich dann noch so tolle Hintergrund-Infos aus der Maske bekomme, ist es umso schöner! Da sieht man alles mit ganz anderen Augen!

  • Am 23.03.2013 um 20:28 Uhr schrieb Friedl

    Auf den 1.4. freue ich mich - diese Vorstellung werde ich besuchen. Aber allen Respekt vor der physischen Leistung der Hexe.

  • Am 29.03.2013 um 21:41 Uhr schrieb Josef

    Ganz abgesehen davon, dass diese Inszenierung einen kurzweiligen und spannenden Opernabend bietet: diese Hexe ist der Hammer! Frech, witzig, lustig und doch abgrundtief böse! Dabei ist die Maske eine Schau für sich! Wenn man Rainer Trost seit Jahren kennt, sich noch gut an Cosi fan tutte erinnert, mit seinem jugendlich-frischen Pferdeschwanz: Ich hätte mir nieeee gedacht, dass er eine solch überzeugende und atemberaubende Hexte abgibt. Reingehn und anschauen! -
    Und ein Extralob an die Zauberer hinter der Bühne für die Hollywood-mäßig gute Bühnenfigur!

  • Am 07.04.2013 um 13:06 Uhr schrieb Reinhard

    Die Maske war EINE Sache, die andere die perfekt weiblichen Bewegungen! Umgekehrt habe ich diese Verwandlung noch bei keiner "Hosenrolle" erlebt!

  • Am 10.04.2013 um 12:09 Uhr schrieb Werner

    Vor dieser Verwandlung und dann dem Spiel in dieser perfekten Inszenierung kann man nur Respekt haben.

  • Am 03.05.2013 um 17:36 Uhr schrieb gesangsunterricht-muenchen.net

    Der Tenor Rainer Trost sang mit einer tragenden Kopfstimme. Nicht nur darstellerisch sonder auch gesanglich war der Abend eine reife Leistung. Eine überzeugende Hexe! Herr Trost führte seine Kopfstimme mit einem gesunden Stimmsitz. Er konnte wirklich von Piano bis Forte hohe Töne singen. Seine Gesangstechnik reflektierte wieder einmal seine fundierte Gesangsausbildung.München bietet mit Hänsel und Gretel wieder einmal eine ausgezeichnetes Sängerwahl.

  • Am 29.06.2014 um 19:34 Uhr schrieb Merna

    Endlich sehe ich mal Herrn Gehs bei seiner Arbeit!

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