Fundstücke (7)

FundstückeL'enfant Et Les SortilègesProben

Klar: Auch wenn sich hier immer alles nur um das Eine dreht (die Oper nämlich), spielen auch Zahlen eine Rolle. Ob Budgetplanung, technische Konstruktion oder Auslastungszahlen – in jeder Abteilung des Hauses wird gerechnet. Dass wir jedoch anderthalb Meter große Ziffern auf einem Wagen stapeln, kommt eher selten vor.

In Maurice Ravels L’Enfant et les sortilèges, der nächsten Premiere am 27. Februar, werden diese Zahlen ihren großen Auftritt haben: Ein Mathematikbuch verselbstständigt sich, die Zahlen darin werden lebendig, umtanzen ein Kind und stellen ihm die unsinnigsten Aufgaben, bis es schließlich benommen hinfällt. Die Textaufgaben geraten völlig durcheinander, und vier plus vier ergibt plötzlich achtzehn.

Dass in dieser Oper außerdem noch die Teekanne mit der Tasse ein groteskes Duett singt, die Polstermöbel miteinander tanzen und das Tapetendekor und die Standuhr lebendig werden, nimmt da kaum mehr wunder. Und wir freuen uns, dass auf der Bühne dann doch immer die Phantasie über die Rationalität siegt!

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