Freunde für's Leben!

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David Benioff: Stadt der Diebe. Karl Blessing Verlag, 2008

Neujahrswoche 1942 im belagerten Leningrad: Der Plünderer Lew und der Deserteur Kolja warten im Gefängnis auf ihre Hinrichtung. Doch statt aufs Schafott werden die beiden ungleichen jungen Männer vom Chef der Geheimpolizei auf Eiersuche geschickt. Wo aber sollen sie im ausgehungerten Leningrad innerhalb von sechs Tagen 12 Eier für die Hochzeitstorte der Tochter des Polizeichefs auftreiben? Ein Wettlauf gegen die Zeit und der Beginn einer tiefen Freundschaft. – Andrea Schönhofer

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Sándor Márai: Die Glut. Piper, 1999

Eine einzige Nacht nach Jahrzehnten, in denen sich zwei Freunde wieder begegnen. Sie haben eine gemeinsame Geschichte, die vor allem von Geheimnissen und Fragen bestimmt ist. Die ganze Nacht umkreisen die beiden Freunde diese Fragen, die sie in den letzten Jahrzehnten nicht in Ruhe gelassen haben. Um zu spüren, dass die Fragen bedeutender als die Antworten sind. – Olaf Schmitt

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Alfred Hitchcock: Die drei ???. Diverse Bände, Franckh Kosmos

Verzweiflung vor dem Bücherregal. Ein Buch, das ich mag und das Freundschaft im Zentrum hat. Nicht irgendeine Freundschaft; keine, die Gefahr läuft zu verebben, keine, die in Konflikt kommt durch plötzliche Liebe von einem der Freunde, kein Ich-Erzähler, der eine vermeintliche Beziehung zu den eigentlichen Protagonisten vortäuscht… Und dann: täglich auf dem Weg zur Tram-Bahn, die Giesinger Buchhandlung – in der Auslage die neue Box von Die drei ???. Das war doch noch was: TKKG, Fünf Freunde, Die Jungen von Burg Schreckenstein. Lesen! – Rainer Karlitschek

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Tennessee Williams: Moise and the World of Reason. Simon and Schuster, 1975

Für manche Freundschaften muss man auf die Suche gehen. Diese versteckt sich in Antiquariaten und Stadtbibliotheken: Eine deutsche Neuauflage gab es schon lange nicht mehr. In Tennessee Williams letztem und zugleich einzigem beherzt offen queerem Roman irrt der Ich-Erzähler, ein als Schriftsteller scheinbar gescheiterter urban bohemian Anfang Dreißig in einer fiebertrunkenen und selbstversunkenen Nacht durch das Greenwich Village der Siebziger Jahre. Auf der Suche nach seinem notorisch untreuen Lover begegnet er den Gespenstern seiner ersten großen Liebe und rennt der Zukunftsvision seiner selbst in die Arme: ein literarisch erfolgreicher aber zynischer alter Alkoholiker. Um alles legt sich wie ein beruhigender Nebel, verführerisch sinnlich und frei immer wieder das kleine Reich der Malerin Moise, die sich aus der Welt der Vernunft zurückgezogen hat – Freundin, erotische Muse, einen Rückzugsort bietende, vielleicht verwandte Seele. – Miron Hakenbeck

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Stephen Daldry: The Hours. DVD, USA 2003

Freundschaft ist nur eine der vielen Ebenen des Meisterwerks von Stephen Daldry. Nachdem Richard (Ed Harris), die Jugendliebe Clarissas (Meryl Streep), seine Homosexualität entdeckt und seinen Lebenspartner Dan (John C. Reilly) kennengelernt hat, entwickelt sich eine besondere Dreierbeziehung: Liebe und Freundschaft spielen auf der einen Seite zusammen, aber andrerseits leiden alle unter dem Kräfteverhältnis der Geschlechter für sich allein. Es siegt die Freundschaft; sie überdauert die Liebe und nimmt in Clarissas Leben einen zentralen Platz ein, um schließlich tragisch und unerwartet zu enden – und Clarissa vor die Wahl eines neuen Lebensziels zu stellen. – Michal Moro?-Zysko

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