Erinnerungen an Dietrich Fischer-Dieskau

Dietrich Fischer-DieskauGeschichte

Am 18. Mai verstarb mit Dietrich Fischer-Dieskau einer der größten Sänger des 20. Jahrhunderts – und ein Künstler, der auch dem Münchner Opernpublikum viele unvergessliche Abende geschenkt hat.

40 Jahre lang war er dem Haus aufs Engste verbunden. 1952 debütierte er als Jochanaan in Strauss’ „Salome“, 1992 verabschiedete er sich in einer Silvestergala unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch von der Bühne – und stellte ganz bewusst ans Ende seiner Gesangskarriere die Schlussfuge aus Verdis „Falstaff“: „Tutto nel mondo è burla, l’uom è nato burlone.“ – „Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch als Narr geboren.“

Wir haben in unserem Fotoarchiv gegraben und zeigen Ihnen noch einmal einige von „FiDis“ großen Auftritten an der Bayerischen Staatsoper.

Kommentare

  • Am 19.05.2012 um 14:06 Uhr schrieb Hans Sachs

    Es freut mich sehr, dass die Bayerische Staatsoper so schnell reagiert hat. Von den Bayreuthern Festspielen war noch nichts zu hören bzw. lesen

  • Am 19.05.2012 um 18:29 Uhr schrieb Ulrich Harbott

    Bin sehr traurig über seinen Tod.
    Danke für die schönen Fotos. Gestatten Sie mir bitte den Hinweis: allerdings stimmt bei einem Foto die Bildunterschrift nicht. Das ist bestimmt nicht Hans Sachs, ich schätze vielmehr, es handelt es sich um den Gianni Schicchi, den er (neben dem Michele aus Tabarro) Mitte der 70er Jahre im Nationaltheater sang (die Produktion, in der er seine spätere Ehefrau Julia Varady kennen und lieben lernte).

  • Am 19.05.2012 um 22:21 Uhr schrieb Brigitte Amende

    Eine große Künstlerpersönlichkeit!! Habe ihn als Oratorien- und Liedsänger noch einige Male erlebt, und in Berlin als Posa und Macbeth, jedes Mal überwältigende Darstellungen.Ich hoffe jetzt auf einige schöne Sendungen in Radio und Fernsehen!!!!

  • Am 21.05.2012 um 09:37 Uhr schrieb Johannes Lachermeier - Online-Redaktion

    Lieber Herr Harbott,

    Sie haben völlig recht: Es handelt sich bei dem genannten Foto tatsächlich um ein Porträt des Sängers als Gianni Schicchi. Entschuldigen Sie das Versehen - ist bereits korrigiert.

    Viele Grüße
    Johannes Lachermeier

  • Am 21.05.2012 um 16:14 Uhr schrieb Bernhard Hilz

    Am 16. 1. 2008 wollte ich Dietrich Fischer-Dieskau im Gasteig ein Kompliment machen und habe freudig erregt gestottert: "Wir sind stolz auf Sie, auf den großen Gestalter, auf den Jahrhundertsänger..." - Fischer-Dieskau zog erst die Brauen hoch und sagte dann ganz leise mit einem milden Lächeln: "Ach, die Superlative lassen wir doch besser den Amerikanern!" -
    Was war er für ein bühnenpräsenter Mandryka, Barak, Falstaff oder Sachs! Sternstunden! Was aber das Kunstlied betrifft, war Fischer-Dieskau für mich nicht nur e i n , sondern d e r Jahrhundertsänger schlechthin, ergreifend schön, oft schier zum Weinen... Das darf man jetzt - dankbar!

  • Am 21.05.2012 um 16:52 Uhr schrieb Josef Riexinger

    Ein ganz großer, einmaliger Musiker und Sänger hat die Bühne für immer verlassen. Ich verdanke ihm viele großartige Abende, sei es im Konzert oder in der Oper gewesen.

  • Am 24.05.2012 um 20:30 Uhr schrieb Monika Wolf

    Wird die Bayr. Staatsoper eine Gedenkfeier veranstalten? Sie sollte es tun!

  • Am 24.05.2012 um 21:34 Uhr schrieb Celia Sgroi

    A beautiful voice, a great intellect, an uncanny connection to the music he sang. How many singers and listeners did he influence? How many singers rescue an art form? Now let his successors carry the torch forward and give his life the meaning he sought. R.I.P. Maestro.

  • Am 30.11.2012 um 19:03 Uhr schrieb Maria Antonietta Zanier

    L'ho sentito alla Scala, al Conservatorio di Milano, a Luzern e a Salzburg.
    Sempre grande, eccezionale nei Lieder. Conservo un meraviglioso ricordo di quelle serate. Purtroppo non l'ho mai potuto sentire come interprete d'opera se non nei DVD, ma comunque lo si può apprezzare anche in questi . Ho alcuni autografi suoi. Definirlo il più grande baritono del XX secolo è semplicemente giusto.

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