E.M. probt

Die Sache MakropulosProben

337 Jahre ist sie nun alt geworden. Hatte verschiedene Identitäten, Namen, Männer. Elina Makropulos war in der Vergangenheit bereits Ellian MacGregor, Elsa Müller, Eugenia Montez, Ekaterina Myschkina und ist jetzt, als die Handlung von Leoš Janáčeks Oper einsetzt, Emilia Marty. Alles um sie herum ändert sich, nur die Initialen dieser gleichermaßen mysteriösen wie faszinierenden Frau sind über die Jahrhunderte immer gleich geblieben: E. M. Bevor Die Sache Makropulos am 19. Oktober Premiere feiert, zeigen wir hier im Blog die ersten Bilder von den Bühnenproben zu dieser Neuproduktion. Immer im Zentrum: die Sopranistin Nadja Michael, die die schillernde Figur der Emilia Marty verkörpert.

Ein lebensverlängerndes Elixier war an der erst Sechszehnjährigen im Jahr 1585 ausprobiert worden. Nun, Jahrhunderte später, neigt sich dessen Wirkung dem Ende zu. Bereits als der Vorhang sich hebt, ist Emilia Marty an ihrem Ende angekommen. Einsam ist sie, von den Männern enttäuscht, des Lebens überdrüssig. „Langweilig die Erde, langweilig der Himmel!“

Viele verschiedene Leben waren es, die sie in den 337 Jahren ihrer Existenz gelebt hat, und doch war es immer das gleiche.

Als emotional unterkühlten Vamp sehen die Männer diese Emilia Marty, begehren und fürchten sie gleichzeitig. Doch wird dieses Bild dieser ambivalenten Frauenfigur gerecht? Wenn Nadja Michael demnächst in Árpád Schillings Neudeutung der Janáček-Oper zu erleben sein wird, liegen hinter dem Sängercast, dem Regieteam, dem Staatsorchester unter Tomáš Hanus, den technischen Abteilungen und Werkstätten des Hauses eine intensive Probenzeit.

Am 19. Oktober wird sich zeigen, wie sie alle gemeinsam diese Geschichte erzählen. Einstweilen geben Wilfried Hösls Probenbilder einen ersten Einblick in diese Produktion!

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