Die „Süße Lotte“ vor der Oper

Nationaltheater

Es war ein sonniger Nachmittag, als letzte Woche Dienstag mitten aus dem Nichts ein rotes Viereck vor dem Nationaltheater auftauchte. Wie ein Fensterrahmen klebte es an Säulen und Stufen, ohne zu verraten, wohin die Aussicht ging.

Am Abend hatte sich der Sonnenschein in Dauerregen verwandelt. Zwischen den roten Linien des Vierecks tummelten sich nun dennoch allerlei Menschen. Einige von ihnen mit, andere ohne Musikinstrument, aber alle mit bester Laune, trotz oder gerade wegen des Regens.

Es war die Freisinger Band „Süße Lotte“, die gemeinsam mit den urbanauten unter dem Titel „urban express.special“ das Eingangsportal der Bayerischen Staatsoper für eine Stunde in Besitz genommen hatte. Gemeinsam spielten und improvisierten Herr Röttig, Herr Hörhammer, Frau Ehgartner, Herr Scherr und Herr Scharlach mit dem Publikum bekannte Lieder auf ihre ganz eigene Art.

Mit den geförderten Reihen „urban express“ und „urban express 2.0“ gingen die urbanauten bereits 2006 und 2008 in den öffentlichen Raum Münchens, um mit unterschiedlichen Künstlern geltende Normen und Regeln des öffentlichen Raums zu testen und zumindest zeitweise außer Kraft zu setzen. „urban express.special“ fand im Rahmen des Kulturprogramms der Special Olympics München 2012 statt, die man sich noch bis Samstag, den 26. Mai 2012, ansehen kann.

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