Das war die Saison 2018/2019

Eine aufregende Spielzeit liegt hinter uns – höchste Zeit, ein Resümee zu ziehen!

GELIEBT, GEHASST UND VORHANG AUF – mit einer Festwoche zum Doppeljubiläum 200 Jahre Nationaltheater, 100 Jahre Bayerische Staatsoper starteten wir im September in die neue Spielzeit. Die Festwoche selbst wurde aber nicht nur anlässlich der Spielzeiteröffnung gefeiert, sondern reihte sich innerhalb des spielzeitübergreifenden Jubiläumsjahres 2018 in eine Vielzahl von besonderen Veranstaltungen ein. In besonderer Erinnerung bleibt uns dabei sicherlich GELIEBT, GEHASST UND BÜHNE FREI – ein Perspektivwechsel, der es unseren Besuchern ermöglichte, selbst einmal auf der großen Bühne des Nationaltheaters zu stehen und ihre Talente vor einem begeisterten Publikum unter Beweis zu stellen.

Abseits des Jubiläumsjahres setzte sich unsere Saison unter dem Spielzeitthema ALLES WAS RECHT IST fort. Acht Opernpremieren und zwei Premieren des Bayerischen Staatsballetts, sowie fünf Neuproduktionen der Festspielwerkstatt kamen in diesem Jahr zur Aufführung. Unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko kam als erste Premiere der Spielzeit Otello mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle zur Aufführung. Bemerkenswert ist auch unser Ensemble-Mitglied Selene Zanetti, die für unsere Neuinszenierung von Die verkaufte Braut innerhalb kürzester Zeit die Partie der Marie einstudierte und somit ihre erste Hauptrolle in einer Premierenproduktion im Nationaltheater übernahm. Großartige Kritiken folgten auf die Premiere von Ernst Kreneks Bühnenwerk Karl V., das auch in der kommenden Spielzeit wieder zu sehen sein wird. Weitere Premieren in dieser Spielzeit waren außerdem La fanciulla del West, Alceste, Agrippina, die Produktion unseres Opernstudios Mavra / Iolanta und, als Premiere der diesjährigen Münchner Opernfestspiele, Salome unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

Aufsehen erregte im Frühjahr 2019 besonders ein Thema: Tannhäuser. Genauer gesagt, eine Videoaufnahme des Vorspiels zu Richard Wagners Oper Tannhäuser in der Inszenierung von Romeo Castellucci, die von Facebook gelöscht wurde, weil darin weibliche Brüste zu sehen sind. Unser Facebook-Account wurde daraufhin für 24 Stunden gesperrt, ein Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook sei der Grund dafür. Seitdem ist auf Facebook eine zensierte Version des Videos verfügbar, um gegen die Zensur von Kunst in sozialen Netzwerken aufmerksam zu machen. Mit einem Augenzwinkern verweisen wir an dieser Stelle auf unseren diesjährigen Aprilscherz. Unsere Bademode für den kommenden Sommerurlaub steht bereit.

À propos Sommerurlaub – diesen haben wir uns nun tatsächlich wohlverdient. Nach einer erfolgreichen Spielzeit und einer grandiosen Festspielsaison, die uns während der letzten Wochen auf Trab gehalten hat, verabschieden wir uns in die Spielzeitpause. Wir freuen uns, Euch in der neuen Spielzeit wiederzusehen, wenn es heißt: KILL YOUR DARLINGS!

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