„Das war das Coolste!“

04.04.2014 Der Kleine HarlekinCampusKinder

Wenn man an Musiktheater für Kinder denkt, fallen einem vor allem die Klassiker ein: „Hänsel und Gretel“ natürlich, vielleicht noch die eine oder andere Kinderbuchadaption. Der so prägende wie exzentrische Komponist Karlheinz Stockhausen jedoch dürfte wohl eher in der Liste fehlen. An der Bayerischen Staatsoper ist nun Der kleine Harlekin mit Werken des Komponisten zu sehen, ein „Musiktheater für Kinder und Erwachsene mit Pantomime, Tänzern, Klarinette, Bassetthorn, Trompete, Posaune, Synthesizer und Viola“. Wie aber gefällt die Produktion von La Fura dels Baus den Kindern und Jugendlichen? Wir haben mal die Meinung von Schülern eingeholt und zeigen außerdem einige Bilder aus der Produktion.

Ganz begeistert waren die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Garching: Im Anschluss an die Vorstellung konnten diese noch die Klarinettistin Merve Kazokoglu persönlich treffen und Fragen zur Aufführung stellen. Wie schwierig es gewesen sei, den Notentext Stockhausens auswendig zu lernen, erzählte die Darstellerin des kleinen Harlekin. Und dann dazu noch die Tanzschritte! Beides zu koordinieren war eine riesige Herausforderung. Aber genau das war es, was sich Karlheinz Stockhausen für seine Werke vorgestellt hatte: „Wir Musiker sollen seine Musik nicht einfach vor einem Notenpult stehend spielen, sondern auch richtig darstellen.“ Und dazu gehören dann auch Pantomime, Tanz und Schauspielerei.

In der Produktion von La Fura dels Baus gibt es auch einen feuerspeienden Drachen. Ob Merve denn Angst vor dem Feuer gehabt hätte, dem sie ganz schön nahe kommt? „Anfangs ja“, meint die Klarinettistin. Doch dann habe sie sich irgendwann dran gewöhnt. „Aber heiß ist es immer noch.“

Wie man denn minutenlang lachen könne, wollte einer der Schüler wissen, denn genau das tut der Synthesizer-Spieler Michael Tiefenbacher bei seinem ersten Auftritt. „Auf Kommando zu lachen muss man erstmal lernen“, erzählt Merve. „Am Anfang ist das schwierig und man fühlt sich albern dabei, aber Michael macht das super!“

Besonders beeindruckt haben viele Zuschauer die Videoprojektionen von Franc Aleu. Moritz und Leonhard fanden das riesengroße landende Raumschiff großartig, und auch, wie in den Projektionen Tiere auftauchten und sich ständig veränderten. Patrick fand sogar, sie Bilder hätten „ein bisschen wie auf LSD“ gewirkt.

Insgesamt also war die Begeisterung also riesengroß. Oder wie es Mehmet formulierte: „Ich hab schon L’elisir d’amore und Sigurd der Drachentöter hier gesehen, das war beides gut. Aber das hier war das Coolste!“

Lachermeier, Johannes

Zurück

Neuer Kommentar

Neuer Kommentar