Das Opernstudio in MAX JOSEPH

 

Die diesjährige Premiere des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper steht kurz bevor! Dieses Jahr werden die jungen Sänger aus aller Welt Gioachino Rossinis komische Oper Le Comte Ory zeigen. Für die aktuelle Ausgabe von MAX JOSEPH hat der Fotograf Hendrik Schneider die Gruppe in Szene gesetzt – verkleidet, getarnt und auf Ziegelsteine gestellt. Wir konnten vorab einen Blick auf die Fotosession werfen.

In Gioachino Rossinis Komödie geht es um den Verführer Ory rund um einsame Frauen und abwesende Männer. Traum, Fantasie und Realität vermischen sich in dieser Inszenierung von Marcus H. Rosenmüller. Verkleidung und Tarnung waren auch zentrale Motive für Hendrik Schneider. Er nennt es „Verschleierung der Geschlechter“. Dieses Vexierspiel und die Abwesenheit der Männer, die in Rossinis Stück in den Krieg gezogen sind, drücken sich in den Fotos in Kostümen aus: militärisch anmutende Nonnenschleier.

Mit dem Rosenmantel rückt auch die Liebe als durchgehendes Thema ins Bild. Die religiösen Motive der Geschichte wiederum führten zur triptychonartigen Gestaltung der Gruppenbilder im Stil von Heiligendarstellungen.

 

Das Making-of

Wie entstehen solche aufgeladenen Bilder im Kopf des Fotografen? „Vor den Shootings sammle ich Bilder und Eindrücke. Das ist wie der Entwurf zu einer Geschichte.“ Das Ergebnis ist assoziativ, die Bezüge zum Thema sind nicht auf den ersten Blick sichtbar. Für den Fotografen sind solche „Moods“ ein Mittel, sich in ein Projekt einzufühlen. Durch diese Vorstudien kommt alles in Bewegung. Es sind Sammlungen von Bildern, die er im Internet, in Büchern und Ausstellungen findet.

„Industriematerialien zum Beispiel haben mich schon immer fasziniert. Damit kann ich einen Rahmen für ganz unterschiedliche Projekte bauen. Solche Gegenstände verstärken bestimmte Vorstellungen und Ideen. Einmal war ich in einer Ausstellung, bei der die Besucher Plateauschuhe bekamen. So konnte jeder die Bilder aus gleicher Höhe betrachten. Das hatte ich im Kopf, als ich die Gruppenbilder machte. Ich stellte die Sänger auf Ziegelsteine. So sind alle gleich groß und die Einheit dieser Gruppe wird sichtbar.“

Die Zusammenarbeit mit den Sängern war für Hendrik Schneider unkompliziert und hat allen großen Spaß gemacht, obwohl das Shooting zwölf Stunden gedauert hat. „Menschen, die ihre Passion zum Beruf gemacht haben, sind als Modelle einfach extrem entspannt.“ Das fantastische Ergebnis dieses relaxten Marathons können Sie im neuen MAX JOSEPH bestaunen.

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