Das ganze Haus voller Kinder

CampusHänsel Und GretelKinder

Zum ersten Mal wurde unsere Inszenierung von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel als Schulvorstellung der Bayerischen Staatsoper angeboten. Über 55 Schulklassen kamen am Mittwochvormittag ins Nationaltheater und haben damit das gesamte Haus in Beschlag genommen – eine Herausforderung für alle Beteiligten, sowohl für die begleitenden Lehrer, den Einlass- und Garderobendienst, die Mitarbeiter des Hauses als auch für das Orchester und die Sänger.

Das Stimmen der Instrumente zum Lachen und Lärmen von 1.500 aufgeregten Schülerinnen und Schülern fiel dementsprechend lauter als gewöhnlich aus, aber Musiker und Dirigent nahmen es mit Humor. Den ersten tosenden Applaus bekam spontan unser überdimensionaler Kronleuchter, als er – wie vor Beginn jeder Vorstellung – hochgefahren wurde. Dass dieses Publikum besonders euphorisch ist, zeigte sich dann auch direkt nach der Ouvertüre: Mit einem solchen Beifall wurde das Vorspiel der Oper noch nie bejubelt!

Wer während der Pause durch das Vorderhaus lief, konnte Schulhofatmosphäre schnuppern: Auf kleinen Rucksack-Inseln saßen die Schüler klassenweise und konnten Brotzeit machen. Und die Hausverwaltung drückte mal ein Auge zu, wenn sich einige im ganzen Treppenhaus und den Ionischen Sälen die Beine vertreten mussten – natürlich in einem vierfachen Tempo, verglichen mit unserem regulären Abendpublikum.

Der zweite Teil mit dem Auftritt der Hexe und der legendären Essensschlacht in der Hexenküche packte natürlich jeden, so dass beim Schlussapplaus der ganze Saal bebte. Ensemble, Kinderchor und Orchester wurden frenetisch gefeiert und hatten sichtlich Freude an diesem ganz speziellen Publikum.

Das einzige, woran nicht gedacht wurde: Die begeisterte Menge verlangte, unmittelbar nachdem der Vorhang gefallen war, minutenlang nach einer Zugabe. Das merken wir uns natürlich – für die nächste Schulvorstellung!

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