Das Bayerische Staatsorchester in Japan

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Bahnfahren in Tokio

Trotz der vielen Menschen fühlt man sich, auch auf Grund des perfekt organisierten Nahverkehrs, gut aufgehoben, wenn man in Tokio unterwegs ist. Allerdings stellt sich die Frage, warum sich der MVV da nicht mal eine Scheibe abschneiden kann. ?
Auch wenn hier zu fast jeder Zeit sehr große Menschenmassen unterwegs sind, geht es immer recht entspannt zu, da die Tokioter sehr höflich und zurückhaltend sind. Die Pünktlichkeit, mit der das öffentliche Verkehrsnetz funktioniert, ist beeindruckend (auch hier schöne Grüße nach München ?). Angenehm auch, dass man hier nie zum Schwarzfahrer wird: Selbst wenn man zu wenig für seine Strecke gelöst hat, wird man beim Verlassen der Haltestation höflich gebeten, den Differenzbetrag nachzuzahlen.

Kommunikation in Japan

Eine amüsante, nicht ganz untypische Episode, die wir gestern erlebt haben: Wir wollten zu dritt in ein australisches Restaurant, das “Outback Steakhouse”, gehen und wurden von der japanischen Empfangsdame in perfektem Englisch begrüßt und bekamen mitgeteilt, dass die Küche in Kürze schließen würde. Wie gesagt, alles in perfektem Englisch. Aber wir wurden überrascht! Als wir dann nämlich noch etwas nachfragen wollten, stellte sich heraus, dass sie nur die “Begrüßungsphrasen” auswendig gelernt hatte… Gute Englischkenntnisse sind in Tokio eher selten anzutreffen.

Einheimische kennenlernen

….ist wegen der oft fehlenden Englischkenntnisse eher schwierig. Eigentlich ist es nur möglich, wenn jemand von den Kollegen bereits jemanden kennt und man nach Hause eingeladen wird. Hier ist jedoch einiges zu beachten: Zunächst müssen an der Holzstufe vor dem Wohnraum die Schuhe ausgezogen werden – entsprechend sollten die Socken tadellos sein! Keinesfalls darf man ohne Schuhe den Straßenbelag berühren. Wo dann bei Tisch einerseits das Schlürfen beim Suppe Essen angesagt ist, verbietet sich auf der anderen Seite ausdrücklich das Schneuzen am Tisch.

Freizeit

Größere Ausflüge sind wegen des dicht gedrängten Programms kaum zu realisieren. So hatten wir gestern von 10 bis 14 Uhr Probe. Das bedeutet zusätzlich zwei Stunden Hin- und Rückfahrt zur Sumida Triphony Hall, in der wir proben. Um 19 Uhr war dann unser erstes großes Konzert in der Tokioter Suntory Hall, macht wieder zwei Stunden Fahrzeit… Da bleibt gerade mal Zeit für ein Mittagessen und kurzes Erholen auf dem Zimmer. Unten gibt’s ein paar Fotos von den Proben!

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