Auf einen Espresso mit Elsa Benoit

Die französische Sopranistin Elsa Benoit ist seit zwei Jahren Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper. Mitte Januar wird sie einen eigenen Liederabend gestalten. Gerade steckt sie mitten in den Vorbereitungen dafür. Deshalb stellen wir ihr hier keine zeitraubenden Fragen, sondern einige kurzknackige in Espresso-Geschwindigkeit.

Ensemble-Mitglied Elsa Benoit

„Ich will die Gelegenheit nutzen, auf Französisch zu singen“

Elsa, was wirst Du bei Deinem Ensemble-Liederabend zum Besten geben?
Stücke von Francis Jean Marcel Poulenc, Claude Debussy and Alban Berg.

Warum ist Deine Wahl auf diese Komponisten gefallen?
Ich finde die ausgewählten Stücke inspirierend, und sie passen sehr gut zueinander. Nicht zuletzt will ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Lieder auf Französisch zu singen. Französisch ist nun mal meine Muttersprache. Deshalb singe ich in ihr besonders gern.

Außer der Sprache: Was vermisst Du noch an Deinem Heimatland Frankreich?
Meine Familie. Und das Essen natürlich.

Was ist denn Dein Lieblingsessen?
Mein Lieblingsessen schlechthin ist gar kein französisches Gericht: Lasagne macht mich immer glücklich.

Bist Du ein Kaffee-mit-Milch- oder ein Kaffee-ohne-Milch-Typ?
Ein Tee-Typ.

Zehn Minuten vor einem Auftritt. Was tust Du da normalerweise?
Nach einem Warm-up versuche ich, mich noch ein wenig zu entspannen – mit einer Tasse Tee.

Was denkst Du beim ersten Blick in den Zuschauerraum?
Meistens bin ich froh, die Vorfreude in all den Gesichtern zu sehen.

Wie hast Du gemerkt, dass Singen Deine Leidenschaft ist?
Ich kann das an keinem bestimmten Moment festmachen. Schon als ich klein war, habe ich gesungen. Ich habe immer gesungen. Diese Leidenschaft war von Anfang an da.

Welche Lieder verbindest Du mit Deiner Kindheit?
Alle Lieder aus Mary Poppins.

Welchen Beruf hättest Du ergriffen, wenn aus der Musikkarriere nichts geworden wäre?
Wahrscheinlich wäre ich Lehrerin geworden.

Hast Du einen Lieblingsort an der Bayerischen Staatsoper?
Klar! Die Damensolo-Umkleideräume. Dort fühle ich mich geborgen.

Was magst Du an Deinem Job?
Mit so vielen talentierten und inspirierenden Künstlern zusammenarbeiten zu dürfen.

Und was magst Du nicht?
Dass man manchmal wochen- oder gar monatelang aus dem Koffer lebt.

Eine Erfindung, die Deiner Meinung nach dringend gemacht werden müsste?
Teleportation.

Wohin würdest Du reisen – oder Dich teleportieren lassen –, wenn es Zeitmaschinen gäbe?
Der Mode wegen: ins Paris der 1920er Jahre.

Eine Stunde nach der Vorstellung: Was tust Du da?
Ein Radler trinken.

Jetzt, wo wir wieder mitten in der Erkältungssaison stecken: Dein Geheimtipp gegen Halsweh?
Ingwertee mit Zitrone und Honig. Und Schlaf.

Das in Deinen Ohren schlimmste Geräusch?
Bauarbeiten vor meinem Schlafzimmerfenster.

Und das Schönste?
Mein Baby Rose, wenn es morgens erwacht.

Kurzer Rückblick: Hattest Du kurz vor Weihnachten schon alle Geschenke besorgt?
Um Himmels Willen, überhaupt nicht!

Was war das Schlimmste, was Du je geschenkt bekommen hast?
Ein Küchenmesser. Von meinem Ex-Freund.


Ensemble-Liederabend mit Elsa Benoit
Di, 15. Januar 2019, 19.30 Uhr
Wernicke-Saal
» Karten

Das Interview führte

Neuer Kommentar

Neuer Kommentar