April, April!

Aprilscherz

Seien Sie bitte nicht enttäuscht. Auch wir hätten Im weißen Rößl in dieser künstlerischen Zusammenstellung sehr, sehr gern erlebt: Hans Neuenfels hätte Regie geführt und hinter die Fassade des idyllischen Salzkammerguts geblickt. Unter Ivor Boltons musikalischer Leitung wäre Benatzkys Musik auf historischen Instrumenten gespielt worden. Der Zahlkellner Leopold wäre zur Hosenrolle umfunktioniert und von Tara Erraught gesungen worden, Kristine Opolais hätte die Rößlwirtin Josepha übernommen. Und schließlich wäre Intendant Nikolaus Bachler als Kaiser Franz Joseph aufgetreten.

Jedoch: „S’ist einmal im Leben so…“

Über 30 Operettenfreunde hatten gestern im Callcenter angerufen um Karten für die Aufführungen in der kommenden Saison zu bestellen, sie alle mussten von unseren Mitarbeitern enttäuscht werden: Die ganze Geschichte war nichts weiter als ein Jux. Bei allen Kunden, die verschnupft auf diese Aussage reagierten, möchten wir uns entschuldigen. So etwas wird nicht mehr vorkommen, versprochen! Zumindest nicht bis zum nächsten 1. April.

Hier nochmals die Meldung im Wortlaut:

Eröffnungspremiere der Saison 2011/12: „Im weißen Rößl“

Bereits vor der Jahrespressekonferenz am 12. April gibt die Bayerische Staatsoper die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2011/12 bekannt: Am 31. Oktober 2011 wird im Nationaltheater Ralph Benatzkys Operette Im weißen Rößl seine Premiere feiern – und damit wird dieses Werk zum ersten Mal überhaupt an der Bayerischen Staatsoper zu sehen sein.

Die Regie übernimmt zum zweiten Mal im Nationaltheater Hans Neuenfels – sofern es seine Blutwerte zulassen. „Dieses Meisterwerk der Operette archetypisch auszuleuchten, war mir schon immer ein Anliegen“, so der Altmeister der Opernregie. „Zwischen den Figuren tun sich bei genauerem Hinsehen Abgründe auf. Abgründe, jawoll!!“

Wegen ihres großen Erfolgs in der Hosenrolle des Romeo in I Capuleti e i Montecchi wird die Mezzosopranistin Tara Erraught die Rolle des Zahlkellners Leopold Brandmeyer übernehmen. Als Rößl-Wirtin Josepha Vogelhuber wird Kristine Opolais, die Münchner Rusalka, auftreten. „Mit dieser Premiere wollen wir endlich einmal allen unseren erfolgreichen Einspringern Tribut zollen“, so Intendant Nikolaus Bachler, der selbst die Rolle des Kaisers Franz Joseph I. übernehmen wird. Alle weiteren Partien werden zeitnah besetzt.

Initiator dieser Aufführung war der musikalische Leiter Ivor Bolton, der ein neues Autograph der Operette im Mozarteum aufgefunden hat. „Mit dieser neuen, ursprünglichen Fassung erschließt sich ein völlig neuer Blick auf das Werk. In unserer Münchner Aufführung werden wir die Operette natürlich auf Originalinstrumenten der Zeit spielen.“

Karten für alle Aufführungen sind ab 1. April zu erwerben.

Nachtrag vom 5. April: Heute lag übrigens der Aufführungsvertrag des Theaterverlags Felix Bloch Erben in der Post – terminiert auf den 1. April.

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