Neulich auf der Probe...

RusalkaProben

…ist dieses Foto entstanden. Von der Seitenbühne des Nationaltheaters aus sehen wir Kríst?ne Opolaís, die Sängerin der Titelpartie in Antonín Dvo?áks Rusalka. Die Hände vors Gesicht geschlagen, hadert sie in ihrer Rolle als Wassergeist mit ihrem Schicksal: Für den geliebten Prinzen hat sie ihr Dasein als Nixe aufgegeben, die Sprache verloren und ist unter die Menschen gegangen. Doch der Prinz verstößt sie und wendet sich der fremden Fürstin zu…

Noch gut zwei Wochen dauert es bis zur Premiere am 23. Oktober; im Nationaltheater und auf den Probebühnen des Hauses wird an Dvo?áks Oper gearbeitet. Und auch, wenn es im Backstagebereich immer geschäftig wuselt, wird man dort Zeuge von Momenten größter Poesie – wie man vielleicht auf diesem Bild erkennt.

Kommentare

  • Am 20.10.2010 um 13:54 Uhr schrieb Tobal

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    es ist ein UNDING wenn für solch eine Aufführung im Rahmen der künstlerischen Freiheit dutzende von Tieren sinnlos geopfert werden. Ich bin kein aktiver Tierschützer, Vegetarier oder ähnliches. Aber gerade Sie sollten auch als Vorbild das sinnlose Schlachten von Tieren nur für eine künstlerische Vorstellung unterbinden. Dies kann und darf nicht sein. Ich für meinen Teil werde gerade aus diesem Grund keinen Fuß mehr in diese Oper setzen und alles nur erdenklich mögliche dafür tun, dass andere potentielle Gäste auch andere Veranstltungen aufsuchen.

    Nochmal: Nur damit sich hier selbst darstellen kann dürfen nicht sinnlos Tiere getötet werden. Unabhängig davon sollte man auch überlegen, ob hier nicht eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erfolgen sollte.

  • Am 21.10.2010 um 09:54 Uhr schrieb Pressebüro der Bayerischen Staatsoper

    Sehr geehrter Tobal,

    Tatsache ist, dass kein einziges Tier aufgrund einer Bestellung der Bayerischen Staatsoper erlegt worden ist oder wird. Die Bayerische Staatsoper hätte die Tiere im Metzgereigewerbe erworben, nachdem sie be...reits Tage zuvor erlegt worden sind. Daher stellt und stellte sich die Frage eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nie.

    Aufgrund der Aufregung der letzten Tage hat sich die Bayerische Staatsoper zusammen mit dem Regisseur der Neuproduktion "Rusalka", Martin Kušej, entschieden, die Reproduktion eines Rehs zu verwenden. Staatsintendant Nikolaus Bachler: „Es geht auf der Bühne um den Inhalt und die künstlerische Aussage der Interpretation. Die Rehjagd ist ein wichtiges Motiv der Oper ?Rusalka'. Daher wählen wir Mittel, die es den Boulevardmedien nicht ermöglichen, von der Kunst abzulenken.“

    Beste Grüße
    die Pressestelle der Bayerischen Staatsoper

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