Hurra: Unsere erste Besucherin nach dem Kulturlockdown!

Von über 800 Bewerbungen konnte nur eine gewinnen und das letzte Montagsstück von der Königsloge aus ganz alleine vor Ort erleben. Die 20 witzigsten und auch berührendsten „Bewerbungen“ möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Unsere Besucherin Nr. 1: Florentina Tautu

Nach bald fünf Monaten Kulturlockdown kommt  Bewegung in die Sache: Erste Öffnungen von Theatern sind – nach aktuellem Stand und abhängig von der örtlichen Inzidenz – ab 22. März möglich. Doch bereits für das letzte Montagsstück mit Christian Gerhaher, Klaus Florian Vogt und Gerold Huber (ab heute Abend 30 Tage on demand: Montagsstück XVII: Das Lied von der Erde) haben wir unseren Post-Kultur-Lockdown-Besucher (m/w/d) Nummer eins gesucht. Der Hauptpreis: Einen kompletten Liederabend aus der Königsloge erleben, wie einst König Ludwig II., der in vielen „Separatvorstellungen“ der einzige Gast des Hauses war.

Die „Ausschreibung“ war zwar nur knapp 48 Stunden online, über 800 Bewerbungen haben uns in dieser kurzen Zeit dennoch erreicht. Eine Auswahl der witzigsten, aber auch berührendsten Antworten, warum der jeweilige Bewerbende ausgerechnet unser „König Ludwig II“ sein sollte, haben wir in der folgenden Bildergalerie zusammengestellt:

20 „Bewerbungen“ zum Durchklicken

Die glückliche Gewinnerin schließlich heißt Florentina Tautu: Schauspielerin, Autorin, eine der berühmten „Soloselbständigen“, Mutter vor vier Kindern unter 10 Jahren – definitiv also ein Sinnbild dafür, wen die Pandemie im letzten Jahr besonders hart getroffen hat. Der Anruf bei Florentina Tautu am Freitagabend war eine der Aufgaben, die wir gerne jeden Tag erleben möchten – so viel Vorfreude und Begeisterung sprudelte uns schon am Hörer entgegen. Am Tag des Konzertes war es für die Besucherin, aber auch für uns selbst eine Mischung aus Freude und Überwältigung, aber auch aus Wehmut und aus Sehnsucht nach anderen Zeiten. Die schwere Eisentür unter dem Hauptportal öffnete um 19.30 Uhr für nur eine Person – ausgeführt durch unseren Vorderhausmanager, der heute in Personalunion auch Garderobier und Theatergastronom war (ein kleines Fläschchen Sekt stand noch kalt). Die Inspizientin des Abends freute sich sehr, endlich wieder den Knopf für das dreimalige Einläuten zu drücken. Ein schneller Platzwechsel noch (in der zweiten Reihe der Mittelloge sieht man bei Liederabenden deutlich besser als in der ersten) – und unsere Besucherin Nummer eins konnte gut 70 Minuten abtauchen in einen surrealen Abend, quasi nur für sie alleine.

Impressionen vom Abend

„Ewig… ewig…“ waren Christian Gerhahers letzte Worte im sechsten Lied „Der Abschied“, gefolgt von einer schier unendlichen Pause nach dem Nachspiel, ehe schließlich auch Klaus Florian Vogt auf die Bühne zurückkehrte und die beiden Sänger gemeinsam mit Pianist Gerold Huber den engagierten Applaus unserer Besucherin in Empfang nahmen:

Schlussapplaus

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Da unsere Besucherin am Nachmittag der Vorstellung negativ getestet wurde, war nach dem Konzert sogar eine kurze Begegnung mit den Künstlern Backstage möglich – nur ein kurzer Moment, auf Abstand, wenn auch mindestens 20 Meter weniger Abstand als in der Aufführung zuvor.
 

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Kommentare

  • Am 14.03.2021 um 17:56 Uhr schrieb LovelySi

    Sehr berührend

    Auch in diesen Zeiten der Pandemie ist es erfreulich zu lesen, mit welchem Humor und Witz gepaart mit Sehnsucht die Menschen dieser Situation begegnen.

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