Ein Stoff wie gemacht für die große Oper, dazu zwei Hauptfiguren, die einer griechischen Tragödie zu entstammen scheinen. So theatral die dramatische Geschichte der Erkundung des Südpols auch ist, so mutet die Geschichte von Scott und Amundsen und ihrem legendären Wettlauf zunächst als ein denkbar ungewöhnliches Sujet für die Opernbühne an: Eis und Schnee, Schlittenhunde, Ponys, dazu zwei parallel vonstatten gehende Handlungen um die beiden Expeditionsteams. Wie soll hieraus eine Oper werden? Und wie bringt man diese „Doppeloper in zwei Teilen“ auf die Bühne?

All das soll Thema dieses Blogs sein. Ein knappes Jahr lang – von jetzt an bis zur Uraufführung am 31. Januar 2016 – wollen wir gemeinsam mit dem Komponisten Miroslav Srnka und dem Librettisten Tom Holloway den Prozess der Entstehung des Werks begleiten – und geben damit einen Einblick in die Werkstatt, wie es ihn an der Bayerischen Staatsoper bisher noch nie gegeben hat: unmittelbar und offen, spontan und mit allen Mitteln des Internets.

Der Komponist Miroslav Srnka zu diesem Blog-Projekt: „Tom und ich sehen diese neue Oper als eine lebendige Form. Seit der Entscheidung für unser Sujet denken wir auch ganz spezifisch daran, dass mit South Pole Themen berührt werden, die die ‚elektronischen Generationen‘ ansprechen, wie z. B. das Physische und Sportliche oder die verschiedensten politischen und ökologischen Zusammenhänge. Und wir sind auch überzeugt davon, dass eine neue Oper auch neu präsentiert werden und dass dabei auch und vor allem die elektronischen Medien zum Einsatz kommen sollten.“

Begleiten Sie uns also auf diese Expedition zu Scott und Amundsen, zum Südpol, in neue musikalische Landschaften und auf die Opernbühne!

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