Singen mit Brigitte Fassbaender

OpernstudioCampusBrigitte FassbaenderMeisterklasse

Vor kurzem hatte das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper einen ganz besonderen Gast: Kammersängerin Brigitte Fassbaender gab den jungen Sängerinnen und Sängern eine Meisterklasse. Wie sie es erlebt haben, erzählen hier drei von ihnen selbst.

Yulia Sokolik

Was habe ich in der Meisterklasse von Brigitte Fassbaender Wichtiges gelernt? Zum ersten: Man muss den ganzen Körper benutzen. Hohe Noten sollten leicht gesungen werden, insgesamt mit mehr Legato. Alles muss heller klingen, nicht „wie ein russischer Bär“.

Frau Fassbaender hat eine sehr gute Energie. Von der ersten Minute herrschte zwischen ihr und uns Sängern ein großes Vertrauen und wir konnten alles zeigen, was wir können. Bis zum Maximum. Sie erklärte alles ganz einfach und anschaulich. Zwei, drei Worte waren genug, um uns zu verbessern.

Für mich war es fantastisch, mit einem so legendären Mezzo zu arbeiten. Ob Rolle, Interpretation, Atmung oder die Bewältigung einer schwierigen Stelle: Es gibt viele Schwierigkeiten, bei denen nur eine solch erfahrene Sängerin wie Frau Fassbaender weiterhelfen kann!

Andrea Borghini

Ich fand die Meisterklasse mit Frau Fassbaender sehr informativ. Leider hatten wir nicht viel Zeit, trotzdem habe ich einiges über Gesangstechnik gelernt. Ihre makellose Technik ermöglichte ihr eine lange Karriere und ich bin sicher, dass ihre Stimme auch heute noch frisch klingt!

In der Meisterklasse haben wir uns vor allem auf ihre Vorstellung von Technik konzentriert, also auf die Atmung beim Singen, Atemkontrolle und -unterstützung. Das Schönste, was sie uns beigebracht hat, ist, dass beim Singen alles ganz natürlich möglich sein muss, dass die Fokussierung auf die Atmung und das Spiel mit der Atmung alle Spannungen in Mund und Körper beseitigen muss. Schade, dass wir am Ende nicht noch mehr an der Interpretation arbeiten konnten. Ich hoffe, dass ich eines Tages die Ehre haben werde, wieder mit Frau Fassbaender zu arbeiten – vielleicht ja mit ihr als Regisseurin!

Maria Celeng

Das Wichtigste, was ich gelernt habe: „Singen kommt aus unserer tiefsten Quelle, und das ist unsere Atmung.“ Besonders gut fand ich, dass Frau Fassbaender in ihrem Unterricht sowohl auf den künstlerischen Ausdruck als auch auf Technik Wert legte, sie also nicht nur Technik unterrichten kann. Bemerkenswert ist auch, dass sie keine sogenannte „bewährte Methode“ hat, nach der sie stur vorgeht. Sie „spürt“ mit viel Empathie deine Fehler auf und hilft sie aufzulösen. Dass sie mit so viel Erfahrung vorgeht, ist einfach beruhigend und schön.

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