„Mit jeder Rolle lerne ich etwas Neues“

Unser Ensemblemitglied Helena Zubanovich gestaltet im Mai einen Liederabend mit einem sehr persönlich ausgewählten Programm. Hier ein kleines Frage-Antwort-Spiel, um die polnische Mezzosopranistin genauer kennenzulernen.

Ensemble-Mitglied Helena Zubanovich

Helena, welche Werke wirst Du bei Deinem Liederabend präsentieren?
Zigeunerlieder von Dvořák sowie ausgewählte Lieder von Zimanowski, Karłowicz und Rachmaninow.

Gibt es ein Stück darunter, das Dir besonders wichtig ist?
Nein, sie alle bedeuten mir sehr viel. Ich kann da keinen Unterschied machen.

Hast Du den Liederabend unter ein bestimmtes Motto gestellt?
Ich werde einen großen Bogen schlagen: „Liebe, Leben und Vergangenheit.“

Seit wann wusstest Du, dass Du Sängerin werden willst?
Seit ich im Kindergarten – als fünfjähriges Mädchen – während einer Aufführung schrie: „Ich werde Opernsängerin!“ Das war der Schlüsselmoment. 

Und wenn Du nicht Sängerin geworden wärst, was wärst Du dann heute?
Auf jeden Fall würde ich in der Forschung arbeiten. Als Molekularbiologin vielleicht?

Welches Lied verbindest Du mit Deiner Kindheit?
Ein polnisches Lied, das ich als Dreijährige anlässlich des Muttertags auf der Bühne sang: „Mit meinen kleinen Händen helfe ich meiner Mutter.“

Was vermisst Du an Polen?
Meine Familie und meine Freunde natürlich.

Und was gefällt Dir an München?
Die Stadt ist angenehm altmodisch und die Menschen sind sehr sympathisch.

Ein Ort, den Du unbedingt einmal sehen möchtest?
Den Grand Canyon in den USA.

Wohin würde es Dich ziehen, wenn Zeitreisen möglich wären?
Nach Versailles zu Louis XIV. oder nach Hampton Court zu den Tudors, verkleidet als Aristokratin.

In welcher Sprache singst Du am liebsten?
Auf Russisch, Italienisch und Tschechisch.

Du bist seit 2015 Ensemble-Mitglied der Bayerischen Staatsoper. Was genießt Du hier am meisten?
Die vielen Möglichkeiten, mich technisch, stimmlich, aber auch menschlich weiterzuentwickeln. Mit jeder Rolle lerne ich etwas Neues, und immer wieder treffe ich auf interessante Menschen.

Und was magst Du nicht?
Proben am Morgen. Ich bin keine Frühaufsteherin.

Wo in der Bayerischen Staatsoper hältst Du Dich am liebsten auf?
Ganz klar: auf der Bühne.

Welche Musikaufnahmen würdest Du auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen?
Jenůfa mit Eva Randová als Kostelnička und Sadko von Rimski-Korsakow mit Larissa Djadkova.

Für eine Sängerin sind Halsschmerzen ja fatal. Was tust Du, wenn sich eine Erkältung anbahnt?
Mein Heilmittel: Scotch pur („Glenmorangie“), unmittelbar vorm Schlafen.

Welche Filme schaust Du gern?
Action- und Horror-Streifen.

Eine Erfindung, die Deiner Meinung nach dringend gemacht werden sollte?
Eine Mute-Taste für Laberköpfe.

Und zum Schluss: Wem schuldest Du einen Gefallen?
Meinem Ehemann. Ich vernachlässige ihn, aber der alte Eremit schätzt das eigentlich sogar.

Die Fragen stellte: Katja Schönherr

Ensemble-Liederabend mit Helena Zubanovich
Mi, 8. Mai 2019, 19.30 Uhr
Wernicke-Saal

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