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27.02.13

Libera me, Domine, de morte aeterna

Es ist ein Werk der Superlative: Giuseppe Verdis Messa da Requiem sprengt alle bis dahin gehörten Dimensionen der Kirchenmusik. Oft als „Oper im Kirchengewande“ geschmäht, lässt das Requiem dennoch kaum jemanden kalt. An zwei Terminen stand das Werk im Rahmen eines Festkonzerts anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten nun auf dem Programm. Die musikalische Leitung hat Zubin Mehta, ehemaliger Generalmusikdirektor und Ehrenmitglied der Bayerischen Staatsoper, inne.

Verdi schrieb sein Requiem 1873 für den Schriftsteller Alessandro Manzoni. Kurz vor unserer Aufführung verstarb Wolfgang Sawallisch – und so wurde der erste Konzerttermin zur Totenmesse für den großen Dirigenten, der die Bayerische Staatsoper im 20. Jahrhundert prägte wie kaum ein anderer. In einer kurzen Ansprache würdigte Intendant Nikolaus Bachler die Verdienste des Verstorbenen. Vielleicht mag die Erinnerung an ihn auch die atemlose Ergriffenheit nach dem Konzert erklären. Noch Sekunden, nachdem Zubin Mehta seinen Taktstock sinken gelassen hatte, war im Publikum keine Regung zu spüren, bis sich schließlich frenetischer Applaus Bahn brach.

Hoher Besuch hatte sich für den Termin am Dienstag angesagt: Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano und sein deutscher Amtskollege Joachim Gauck waren zu Gast in München. Ein Programmpunkt des Staatsbesuchs war der Besuch des Verdi-Festkonzerts mit Empfang im Königssaal vor und nach der Aufführung. Fehlen durften natürlich auch nicht die italienische und die deutsche Nationalhymne vor dem Konzert – gesungen und gespielt vom luxuriös besetzten Chor und Staatsorchester.

Von Wilfried Hösl

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