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25.06.12

Das war Spencer Tunicks „Ring“

1258, 1259 wieder rein!

Eigentlich ziemlich verrückt: 1.700 (in Worten eintausendsiebenhundert!) Menschen stehen zu nachtschlafender Zeit auf – oder aber sie sind gar nicht erst ins Bett gegangen. Sie treffen sich um 3 Uhr morgens in der Münchner Innenstadt, ziehen sich nackt aus, malen sich farbig an – und werden für eine kurze Zeit zum Kunstwerk.

Der amerikanische Installationskünstler und Fotograf Spencer Tunick und die Bayerische Staatsoper hatten gerufen, um die Münchner Opernfestspiele in diesem Jahr mit einer spektakulären Installation im Stadtraum zu eröffnen: Von Wagners „Ring“ inspiriert, stellten die mit roter und goldener Farbe bemalten Teilnehmer Motive aus der Tetralogie nach; manchmal konkret fassbar, wie der goldene Ring auf dem Max-Joseph-Platz, manchmal mit der Tunick eigenen Ästhetik assoziativ weitergedacht, wie die Motive auf der Ludwigstraße und auf dem Odeonsplatz.

Und trotz der Kälte zu dieser frühen Morgenstunde: Am Ende überwog bei den meisten Anwesenden die Freude und Euphorie, Teil dieses einmaligen Kunstprojekts geworden zu sein. Unzählige kleine Geschichten, erzählt im persönlichen Gespräch oder in den sozialen Netzwerken, sprechen beredt von der unglaublichen Begeisterung der Teilnehmer!

Für den Sonntagmorgen dann lud Spencer Tunick einige wenige Teilnehmerinnen für ein weiteres Shooting an der Isar ein: 65 Frauen bildeten, diesmal blau bemalt, eine Pyramide – und spiegelten so als „Isartöchter“ das Element des Wassers wider.

Bei der Abschlussfeier, die Sonntagabend am Münchner Kulturstrand für alle gegeben wurde, dankte Spencer Tunick nochmals allen Beteiligten. Und das wollen auch wir tun:

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Ihr wisst, dass jeder einzelne von euch ein wesentlicher Bestandteil der Installation war, ohne den diese nicht zustande hätte kommen können!

Danke an alle Helferinnen und Helfer, die unentgeltlich und mit viel Begeisterung bei der Sache waren!

Und last not least: Danke an Spencer Tunick und sein Team! Wir sind sehr glücklich, dass ihr in München wart und diese Installation möglich gemacht habt!

www.staatsoper.de/Tunick

Von Johannes Lachermeier

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Fotogalerie

Kommentare (30)

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  1. Ich war einer der goldenen Teilnehmer und bin auch noch zwei Tage nach dem Shooting sehr aufgewühlt, im positivsten Sinne. Frage mich die ganze Zeit, weshalb? Vermutlich, weil es ein sehr befreiendes und viel zu seltenes Erlebnis ist, sein Ego und alle Äusserlichkeiten abzulegen und sich nackt gemeinsam mit vielen anderen etwas großem unterzuordnen. Und zwar keiner Ideologie oder einer Machtfantasie sondern einem Künstler und dessen Vision. Es ist nicht zu beschreiben wie gut es sich anfühlt, so sein zu dürfen wie man wirklich ist!

    — Herr Bert · 25.06.12 · #


  2. Als “roter Teilnehmer” sage ich nur: Einfach genial. Die Eindrücke halten wirklich immer noch an. Einmalig.

    — Uwe · 26.06.12 · #


  3. Ich fands einfach nur wunderschön… durchaus auch surreal – das Laufen auf der Maximilianstraße im Morgenlicht mit nichts als goldener Farbe “bekleidet”…. als dann noch die Tram vorbeifuhr war die Stimmung einfach nur super! Ich werde es nie vergessen und mich immer freuen ein Teil davon gewesen zu sein.

    — Andrea · 26.06.12 · #


  4. Ich liebe den Ring. Dieses Event war eine wunderbare, zutiefst nachwirkende Erfahrung.

    — Ralf-Peter · 26.06.12 · #


  5. Es war eine fantastische Idee der Zusammenarbeit zwischen Tunick und der Bayerischen Staatsoper, die gezeigt hat, wie Menschen für Kunst begeistert werden können, indem sie Teil davon werden. Außerdem zeigen solche Aktionen, dass Opernhäuser modern und aufgeschlossen sein können – entgegen dem verstaubten Image – und lassen hoffen, dass sich durch solch aufmerksamkeitsstarke Aktionen noch mehr jüngere Menschen für die großartige Vielfalt des Musiktheaters begeistern lassen.

    — Sina · 26.06.12 · #


  6. Bin ebenfalls immer noch “verzaubert”. Allein das Gefühl der Einzigartigkeit des Momentes inmitten der vielen anderen Teilnehmer – grandios!!!!
    Selbst rot gefärbt hält die Nachhaltigkeit allerdings im Badezimmer ebenfalls an – selten soviel putzen müssen !!!

    — Harald · 26.06.12 · #


  7. Eine phantastische Aktion! Vielen Dank für das tolle Erlebnis – vielen Dank an alle (Mit-)Roten und Goldenen, ihr seid klasse! :)
    Ich hätte nur eine einzige Bitte: diese Fotogalerie hier, die ist zwar schick – aber ich würde zu gern die Bilder bei mir als Erinnerung sichern. Die Auflösung hier ist schrecklich und downloaden auch nicht (so einfach) möglich! Könnte die Staatsoper nicht wenigstens an alle Teilnehmer einen Link schicken wo man diese Bilder alle in guter Qualität bekommt? Wir konnten doch auch keine Bilder machen während/vor/nach der Aktion! :-(

    — Olaf · 26.06.12 · #


  8. Lieber Olaf,

    leider können wir die Bilder unseres Fotografen aus Rechtegründen nicht in höherer Auflösung zur Verfügung stellen, so leid es uns tut.

    Viele Grüße
    Johannes Lachermeier

    — Johannes Lachermeier - Online-Redaktion · 27.06.12 · #


  9. Ist eigentlich bei diesen Temperaturen und nur mit Farbe bekleidet, niemand krank geworden?

    — Ingrid · 27.06.12 · #


  10. Obwohl mir zwischendurch die Zähne klapperten, hab ich mich erstaunlicherweise nicht erkältet. Ich schließe mich Olafs Wunsch an und finde es schade, dass bislang nur niedrig aufgelöste Bilder zu finden sind und es wohl dabei bleiben wird.
    Mir geht es ähnlich wie wahrscheinlich sehr vielen Teilnehmern, dass mich die Nachwirkung dieser Aktion noch stark begleitet. Ich wache morgens auf und denke: “War ich da wirklich dabei? Oder habe ich es nur geträumt?” Die Surrealität des Geschehens bindet die Gedanken und Gefühle noch sehr stark, da es einfach mit nichts aus meinem Leben vergleichbar ist. Ich bin sicher, dass diese Erfahrung unvergesslich bleiben wird.
    Kritische Punkte, die vor allem die Kommunikation vor Ort betreffen, habe ich schon der Staatsoper gegenüber angemerkt. Ich fühle mich bestätigt, nachdem ich heute von der teuren Reinigungsaktion an der Feldherrnhalle gehört habe. Das ärgert mich ein bisschen, weil diese Geschichte Wasser auf die Mühlen derjenigen Menschen gibt, die für diese Kunstaktion kein Verständnis haben und mit Sicherheit jetzt “Verschwendung von Steuergeldern” vorwerfen werden. Die bösen Briefe kann ich mir schon vorstellen.
    Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Da ich an dieser Aktion ganz allein teilgenommen habe, ohne irgendjemanden zu kennen, würde mich natürlich schon noch das Motivationsspektrum der Teilnehmer interessieren. Für mich war es die Sympathie zur Staatsoper und meine Faszination für Wagners Ring generell sowie speziell für Kriegenburgs Inszenierung.
    Schönen Gruß Markus Grimm

    — Markus Grimm · 27.06.12 · #


  11. Eine grandiose Idee und ein starkes Erlebnis!

    Ralf · 28.06.12 · #


  12. Ich finde so eine Aktion großartig. Wäre gerne dabei gewesen.
    Kann mir jemand mitteilen wie man von der nächsten Aktion von Tucker in Deutschland erfährt und wo man sich ggf. als Teilnehmer anmelden kann.

    Michael Britz

    — Michael Britz · 28.06.12 · #


  13. Hier kann man Spencer Tunicks Newsletter abonnieren, Michael Britz: www.spencertunick.com

    — Johannes Lachermeier - Online-Redaktion · 28.06.12 · #


  14. Das war mit die abgefahrenste Sache, die ich je gemacht habe und ich glaube, das ging wohl den meisten so.
    Alle haben sich getraut, etwas zu tun, was sie nie wieder tun werden und alle wussten, dass das ein einzigartiges Erlebnis sein wird, das sie nie wieder erleben werden. Wann liegt man schon mal nackt auf der Ludwigstraße?
    Die Leute waren alle in einem kollektiven Rausch und die Kälte geriet zur Nebensache. Bei mir ist der Rausch bis heute noch lebendig. Es war eine geniale Stimmung und es war ein geniales Erlebnis.
    Danke an Spencer und danke an die Organisatoren der Münchner Staatoper, die Spencer nach München geholt haben.

    — Ingo · 29.06.12 · #


  15. Bin auch nach einer Woche immer noch ganz aufgelöst, wenn ich daran denke. War eine der schönsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe und ich hätte es wohl sehr bereut, wenn ich im Bett liegen geblieben wäre und dann nach von den Fotos und Erfahrungsbereichten der Teilnehmer mitbekommen hätte. Schade, dass es wohl eine einmalige Aktion gewesen ist…

    — Manuel · 30.06.12 · #


  16. Trotz der Kälte – das Zittern sieht man auf den Bildern ja nicht ;-) – war es eine wunderbare und einmalige Erfahrung, die uns Roten und Goldenen keiner mehr nehmen kann. Genial!
    Bitte an die Staatsoper:
    Wenn die Bilder in der Oper ausgestellt werden, macht doch bitte eine Vernissage und ladet die Teilnehmer dazu ein.

    — Georg · 1.07.12 · #


  17. !Vielen Dank an die Bay. Staatoper!
    Dass sie den Mut gefunden hat, diese ungewöhnliche Kunst-Aktion durchzuziehen.
    Anfangs war ich müde, dann war’s mir kalt, zum Schluss war alles Rot.
    Heute ist mir klar,
    ich bin als kleiner nackter, roter Punkt für immer Teil dieses Kunstwerkes,
    und die roten Farbtupfer werden mich bis zum Ende meiner Tage
    für immer daran erinnern:
    „Ich war dabei!“

    — Tom · 1.07.12 · #


  18. Für alle, denen die Fotos oben zu wenig Pixel haben – schaut doch mal hier …
    http://www.chongas.com.br/2012/06/peladoes-do-spencer-tunick/

    — Ein Roter · 2.07.12 · #


  19. Es war eine tolle Erfahrung und ein spektakuläres Ereignis für mich, mit Spencer Tunick und den vielen anderen Menschen (1700) in München für das Fotoshooting der Bayerischen Staatsoper zum Nibelungen “Der Ring” (Richard Wagners Ring des Nibelungen) zu arbeiten.

    Ich bin alles andere als ein FKK-Fan oder Saunagängerin! Aber ich war einfach nur neugierig und wollte sehen und mit erleben, wie man/frau als Einzelner und schließlich und endlich gemeinsam zu einem Kunstwerk dieser Größenordnung wird. Aber die Farbe hat es enorm erleichtert sich dafür auszuziehen. Es war wie in eine zweite Haut zu schlüpfen. Es war nicht einmal peinlich oder schlüpfrig! Ich grüße meine roten Brüder und Schwestern an dieser Stelle! Ahow!

    Sita, eine Rote · 3.07.12 · #


  20. Ein wunderbares, erfrischendes Erlebnis zum Herausjubeln! Etwas störend die neckischen Turnübungen und schroffen Kommandos der „Tunick-Schergen“. Was mich wundert, ist dass im Netz i.W. dieselben Fotostrecken zu sehen sind, und dies bei der Masse von Fotografen, die sich am Max-Joseph-Platz aus allen verfügbaren Fenstern lehnten. Egal, es war einfach genial, eine der allerbesten Aktionen! Mich hat die seit langem bestehende Liebe zum Ring (insbes. Rheingold) und die Neugier auf die Tunick-Umsetzung der Ring-Metapher zum Mitmachen geführt, und ich bin dankbar, dass ich als Goldener dabei sein konnte.
    Eine Bitte an die Staatsoper: Stellt bitte das Video, das in der Oper läuft bzw. laufen wird, ins Netz oder via Mail den Teilnehmern zur Verfügung. Die Mailadressen sind ja verfügbar.

    — Martin · 3.07.12 · #


  21. ich habe für mich die im Netz verfügbaren Bilder aufgearbeitet und daraus eine Dokumentation mit Musik aus Wagners Ring erstellt. Würde diese gerne interessierten Teilnehmern in meinem Heimkino (10 Plätze) zeigen und so dieses tolle Erlebnis in einer kleinen Gemeinsamkeit noch einmal erleben. Anmeldung über www.opernfreunde-dachau.de

    Karl Linnemann · 4.07.12 · #


  22. selten habe ich mich so frei und “un-zivilisiert” gefühlt. Vielen Dank an alle “Freunde” in Rot und Gold. Die Luftsprünge einiger Roten waren pure Lust!!
    Toll wäre ein Link zum Video zu bekommen !!

    Frank

    — Frank Heinig · 4.07.12 · #


  23. Bin schon beeindruckt, wie begeistert viele von dieser Kunstaktion waren. Der Film zeigt auch gut, wie diszipliniert alle sein mußten, um diese besonderen Effekte zu erzielen. Nun noch eine ganz profane, aber ernst gemeinte Frage. Wo konnte man da eigentlich mal verschwinden? Meine Blase hätte bei der Kälte wahrscheinlich alle paar Minuten rebelliert. Schon deshalb meine Hochachtung, sich das freiwillig anzutun.

    — Ingrid · 8.07.12 · #


  24. @Ingrid: Auf dem Marstallplatz war der zentrale Treffpunkt, wo es auch Toiletten hab.

    — Johannes Lachermeier - Online-Redaktion · 9.07.12 · #


  25. Ein unglaubliches Erlebnis, das ich nicht missen möchte! Vielen Dank an Spencer und alle 1699 Roten und Goldenen. Wenn ich mir den Film ansehe, jagt es mir heute noch eine Gänsehaut den Rücken runter!

    — Dietmar · 17.07.12 · #


  26. Im Nachhinein bin ich froh das ich mich durchgerungen habe mitzumachen.
    Das war das Erlebnis schlecht hin und ob es je wieder Gelegenheit gibt einen solchen Event mitzugestalten ist fraglich.
    Gänsehaut (nicht nur temperaturmässig) pur!
    DANKE Mr. Tunick und DANKE Bayerische Staatsoper

    — Matthias · 25.07.12 · #


  27. Hätte ich nicht mitgemacht, hätte ich ein tolles Erlebnis versäumt. Während der Wartezeit drei nette Leute kennengelernt und nicht wiedergetroffen. Und das ist schade. Meldet Euch doch einfach!
    Gerd (golden)

    — Gerd · 29.07.12 · #


  28. Habe heute mein Bild abgeholt und mich gefreut eine Menge “Gleichgesinnte” vom letzten Jahr wieder getroffen zu haben. Da kam gleich wieder eine Zusammengehörigkeit auf. Leider war ein ganz schöner Run auf die ausgestellten Fotos, wo jeder noch ein eigenes machen wollte. Schade das wir nicht gemeinsam ein paar “Making off “ Fotos per mail zugeschickt bekommen haben. Hätte auch gerne den Film :-(
    Petra rot

    — Petra · 13.01.13 · #


  29. ich schließe mich meiner vorschreiberin in allem an, v.a. unterstütze ich die bitte um zusendung der filmdatei!
    die freude, wenn einzelne sich auf den bildern wiedererkannten oder die enttäuschung (stoßseufzer begleitet von “da wurd ich abgeschnitten!”), war ziemlich emotional, auch die gedachte comicdenkblase “hab ich das tatsächlich gemacht?” war bei vielen betrachtern beinahe sichtbar. zudem bin ich froh, dass das signierte bild mit nur einem motiv für alle ausgegeben wurde. Ich werde mich immer gern an das shooting und die bilder erinnern — tous pour l’art!!!

    — heike (gülden) · 14.01.13 · #


  30. Bei der Installation mitgemacht, Foto abgeholt, Ring genossen mit phänomenalem Siegfried — vielen Dank an die Staatsoper!

    — Martin · 17.01.13 · #




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