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2.04.12

Bitte buhen Sie weiter!

Liebe Freunde des gepflegten Buhens! Keine Sorge: Sie können Ihrer Lieblingsbeschäftigung weiterhin unbehelligt nachgehen. Denn auch in Zukunft wird die Bayerische Staatsoper der freien Meinungsäußerung keinerlei Riegel vorschieben. In unserer Startseitenmeldung vom 1. April kündigten wir an, ab sofort “Zwischenbuhs” zu bestrafen. Und die war nur (die meisten von Ihnen haben das ohnehin gemerkt!) ein Aprilscherz.

Wenngleich wir und vor allem die beteiligten Künstler sich über nichts mehr freuen, als über ein konzentriertes Publikum, das erst nach Ende der Aufführung sein Urteil kundtut – sei es nun positiv oder negativ.

Ein paar Zuschauer sind trotzdem darauf hereingefallen. “This is sooo German!” schrieb uns eine unserer Followerinnen auf Twitter, andere Kunden schrieben empörte E-Mails. “Unbegreifliche, hinterwäldlerische Kleingeisterei” sei nur als einer der Vorwürfe genannt. In diesem Sinne: Seien Sie uns nicht böse, sollten wir gestern auch bei Ihnen für Stirnrunzeln gesorgt haben!

Hier noch einmal die Meldung im Wortlaut:

Zwischenbuh-Verbot an der Bayerischen Staatsoper

Wegen der in der Vergangenheit immer wieder vorkommenden Zwischenrufe in laufenden Aufführungen hat sich die Bayerische Staatsoper entschlossen, ab sofort das Buhen vor Ende einer Vorstellung nicht mehr zuzulassen. Dieses Verbot tritt ab heute in Kraft. Buhen nach Ende der Aufführung wird auch weiterhin nicht sanktioniert.

„Wir führen dieses Verbot wegen der gehäuft auftretenden Beschwerden der nicht buhenden Teile des Publikums ein, die sich durch die lautstarken Unmutsäußerungen belästigt fühlen“, begründet Intendant Nikolaus Bachler diesen Schritt. „Sollte das Buh-Verbot nicht greifen, wird die Aufführung sofort unterbrochen und eine musiklose Performance aus Stampfen und Schnauben eingefügt, deren Dauer nicht unter 15 Minuten liegt.“ Diese 15 Minuten werden anschließend von der Pause abgezogen, damit sich das Ende der Vorstellung nicht verzögert.

Sanktionen bei Bonbonpapierknistern, Handyklingeln sowie pausenlosem Hin- und Herwetzen werden ebenfalls erwogen.

Von Johannes Lachermeier

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Kommentare (2)

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  1. Ich habe es weitergetwittert, weil ich das einen der wenigen wirklich lustigen Aprilscherze fand— dachte nicht, dass das tatsächlich jemand zum Anlass nimmt, sich zu beschweren! ;-)

    Sonnige Grüße,
    Hehsu

    — Hehsu · 2.04.12 · #


  2. Sehr schöner Witz, der ist so gut, den nehme ich dieses Jahr noch mal!

    Martin Pierags · 29.01.13 · #




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